Der Plan war ein Sommer. Die Wohnung war gekündigt, die neue erst ab Oktober frei, ein Wohnwagen auf dem Grundstück der Eltern stand ohnehin da.
Die neue Wohnung wurde nie bezogen.
Was besser war
- Deutlich niedrigere Fixkosten, im Schnitt rund 380 Euro weniger im Monat
- Weniger Besitz, weil kein Platz für Ansammlung ist
- Mehr Zeit draußen, auch bei schlechtem Wetter
Was schlechter war
- Im Winter kostet Heizen fast so viel wie eine kleine Wohnung
- Besuch ist praktisch unmöglich
- Krankheit ist unangenehm — es gibt keinen zweiten Raum
Romantisch ist es genau bis zu dem Moment, an dem man mit Fieber liegt und die Toilette dreißig Meter entfernt ist.
Die Bilanz
Nach vier Jahren zieht er nun doch um — in eine kleine Wohnung, nicht in ein Haus. Er sagt, er habe nicht das Gefühl, gescheitert zu sein.
Er habe herausgefunden, wie wenig er brauche. Diese Information sei mehr wert gewesen als die vier Jahre gekostet hätten.






