Die Uhr an der Fassade geht richtig. Das ist das Erste, was auffällt, und das Merkwürdigste.
Seit 1998 hält hier kein Zug mehr. Die Gleise liegen noch, überwachsen, aber sichtbar. Der Bahnsteig ist gefegt, die Bank frisch gestrichen, das Fahrplanschild leer, aber sauber.
Der Mann mit dem Besen
Er kommt zweimal die Woche, meistens dienstags und samstags. Er war hier Fahrdienstleiter, von 1979 bis zur Stilllegung.
Ich habe nicht beschlossen, das zu machen. Ich bin nach der Stilllegung einmal hergekommen und habe gesehen, wie es aussieht. Da habe ich gefegt.
Das war vor siebenundzwanzig Jahren. Die Farbe kauft er selbst. Die Uhr stellt er zweimal im Jahr um.
Was die Gemeinde sagt
Offiziell ist das Gelände Eigentum eines Infrastrukturunternehmens. Eine Genehmigung hat er nicht. Beanstandet hat es auch nie jemand.
Er sagt, er wisse, dass es irgendwann aufhören werde. Er sei siebenundsiebzig. Auf die Frage, ob jemand weitermachen werde, zuckt er mit den Schultern.
Dann fegt er weiter.






